Holzhaus - Lebensdauer

Moderne Holzhäuser überdauern Generationen

Wer heute ein Blockbohlenhaus bauen will, stößt bei Banken, Bausparkassen und Versicherungen immer noch häufig auf Skepsis.

Viele Kundenberater sind der Meinung, dass eine Blockbohlenhaus eine vergleichsweise geringe Lebenserwartung hat, pflegeintensiv ist und daher schnell an Wert verlieren. Dass solche Vorbehalte längst der Vergangenheit angehören, zeigt ein Forschungsbericht der Universität Leipzig. In Sachen Haltbarkeit und somit auch Wertbeständigkeit stehen moderne Holzhäuser herkömmlichen Bauten in nichts nach.

Der Report belegt, dass sich die Qualität von Holzhäusern in den letzten 40 Jahren erheblich verbessert hat. Holzhäuser, die ab 1985 gebaut wurden, sind ca. 80 Jahre nutzbar - entsprechend dem Wohnverhalten ihrer Bewohner. Die technische Lebensdauer kann bei normaler Instandhaltung sogar weit über 100 Jahre betragen. Damit zieht die Holzbauweise mit dem Massivbau gleich. " Es gibt also keine Gründe, den Wert eines Holzhauses geringer einzustufen oder Bauherren bei der Finanzierung zu benachteiligen", so Prof. Ing. Stefan Winter von der Uni Leipzig.

Der Bericht dokumentiert die Entwicklung der Holzbauweise von 1965 bis heute und untersucht Faktoren, durch die der Wert eines Holzhauses bestimmt wird. Das Team kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Qualität: Die Haltbarkeit von einem Blockbohlenhaus hängt maßgeblich von der Qualität der verwendeten Bauteile ab. Sie sind der ständigen Beanspruchung durch Temperaturschwankungen, Wetter und Feuchte ausgesetzt. Im Holzbau haben sich die Werkstoffqualitäten und die industriellen Fertigungsmethoden stetig verbessert.
  • Wärmeschutz: Die Wärmeschutzverordnungen und die ab 2002 geltende Energieeinsparverordnung fordern von Neubauten hohe Dämmwerte. Holzkonstruktionen mit modernen Dämmstandards erreichen diese leicht. Bei ausreichenden Sonnenschutzmaßnahmen ist auch der sommerliche Wärmeschutz in vollem Umfang zu realisieren.
  • Feuchteschutz: Die üblichen Fassadenausbildungen sowie Dachüberstände und Sockel an der Bauwerksbasis schützen die gesamte Holzkonstruktion. Im Gebäudeinnern hat sich die Gefahr von Wasserdampfkondensation dank verbesserter Luftdichtheit ständig verringert. In modernen Holzhäusern liegt die Holzfeuchte deutlich unter dem als Kritsch anzusehenden Wert von 20 Prozent.
  • Schallschutz: Holzbauten wird oft ein beeinträchtigter Schallschutz nachgesagt. Dieses Vorurteil ist unbegründet: Heute stehen genügend bauliche Möglichkeiten bereit, um die hohen Schallschutzanforderungen zu erfüllen.
  • Brandschutz: Das Baurecht unterscheidet verschiedene Brandschutzklassen, diese beziehen sich auf die Feuerwiderstandsdauer. Die Brandschutzklassen gelten ohne Ausnahme für alle Bauweisen. So ist ein Blockbohlenhaus genauso widerstandsfähig wie ein herkömmliches Gebäude.
  • Holzschutz: Der Holzschutz für ein Blockbohlenhaus wird heutzutage ohne chemische Mittel erreicht. Hohe Formaldehydkonzentrationen wie es sie noch in den 70er Jahren gab, sind somit ausgeschlossen.
 

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